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ORF: "2getthere"-Lernhilfe als Modell für Österreich
Am 19.01.07 wurde ein Beitrag in Burgenland heute und in der ZIB3 über 2getthere gebracht. Hier der Auszug aus aus dem Bericht: "2getthere"-Lernhilfe als Modell für Österreich 140 Millionen Euro werden in Österreich jährlich für Nachhilfe ausgegeben. Modell für Österreich könnte das Projekt des Vereins "2getthere" in Mattersburg sein. Dort gibt es seit Jahren Lernhilfe von Schülern für Schüler. Jedes vierte Kind braucht Nachhilfe Jedes vierte Kind braucht in Österreich Nachhilfe. Die Eltern lassen sich das bis zu geschätzten 140 Millionen Euro im Jahr kosten. Von daher nimmt sich der von SPÖ und ÖVP ausgedachte soziale Dienst in Form von Lernhilfe durch Studenten, die sich damit die Studiengebühr ersparen, gar nicht so abwegig aus. Das Modell von "2getthere" könnte als Vorbild für ganz Österreich dienen. 154 Schüler, 110 Helfer Im vergangenen Jahr wurden 154 Schüler von insgesamt 110 Lernhelfern betreut. Auf diese Weise wurden 1.900 Lernhilfestunden gegeben. Mit diesem Modell sei man aber keine Konkurrenz für professionelle Nachhilfegeber, sagt Koordinator Alexander Wallner. Zielgruppe sozial Schwache "Denn unsere Hauptzielgruppe sind sozial schwache Kinder. Und da ist klar, dass sich Eltern Nachhilfe um 18 bis 30 Euro nicht leisten können - und bei uns müssen sie in dem Fall nichts zahlen", so Wallner. Großer Erfolg Und der Erfolg gibt ihnen recht, denn immerhin 90 Prozent der betreuten Schüler waren zuletzt nachher positiv und kamen weiter, sagt der Obmann von "2getthere", Günter Kroiss. Profit für beide Seiten "Wir arbeiten sehr eng mit der Hauptschule in Mattersburg zusammen, mit dem Jugendamt Mattersburg, natürlich mit dem Gymnasium und der Handelsakademie. Es wird auch die soziale Kompentenz der Schüler, die Nachhilfe geben geschätzt. Sie entwickeln sich selber weiter, sie sind auch die, die profitieren, weil es Sinn macht, für jemanden verantwortlich zu sein", so Kroiss. Entschädigung für Lernhelfer Als Entschädigung für die Arbeit bekommen die Lernhelfer 5 Euro pro Stunde zur Finanzierung eines Mittagessens oder einer Nachmittagsjause. Nicht unähnlich dem Stundenlohn, den Studenten in Zukunft bekommen sollen, wenn sie Lernhilfe geben, um sich die Studiengebühren zu ersparen. Alternative gewünscht "Das würde zum Beispiel bei mir sehr gut passen, dass ich die Studiengebühren zurückbekomme. Aber ich finde, es sollte eine Alternative geben für die Leute, die keine Zeit haben, Sozialarbeit zu leisten", sagt Sabine Pölzlbauer, Studentin und Lernhelferin. Vorbild für Österreich? Das Mattersburger Modell Schüler helfen Schülern bietet jedenfalls jede Menge Anschauungsmaterial für geplanten studentischen Sozialdienst. www.burgenland.orf.at am 20.01.2007
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