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2getthere & Rotary PK 1 - Kopie.JPG Zufriedene Bilanz bei Wohnprojekt

Am 27.Mai fand im JUZ Eisenstadt eine Pressekonferenz von 2getthere Burgenland und dem Eisenstädter Rotary-Club statt. Grund für das Zusammentreffen mit den Medien war das Jubiläum der Aktion „Betreutes Wohnen", bei dem Jugendlichen in Krisensituationen eine Notunterkunft in Anspruch nehmen können. Das Projekt wird von 2getthere betreut und finanziell vom Rotary-Club Eisenstadt unterstützt. Eineinhalb Jahre sind seit dem Startschuss vergangen, nun ziehen Jugendpfarrer Günther Kroiss und RC-Präsident DI Manfred Völker eine erste Bilanz.

Es fällt kaum jemandem auf, doch auch im Burgenland gibt es vereinzelnde Fälle von Obdachlosigkeit unter Jugendlichen. 2getthere Burgenland hat es sich im Oktober 2006 zum Ziel gesetzt diesem Problem entgegen zu wirken und hat mehrere Wohnungen in Eisenstadt und Mattersburg angemietet. Diese werden den bedürftigen Jugendlichen für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung gestellt. Nach eineinhalb Jahren Laufzeit können erste Ergebnisse gesammelt werden, Jugenpfarrer Günther Kroiss zieht in seiner Position als 2getthere-Obmann eine erfreuliche Bilanz: „Bei achtzehn von 22 zu betreuenden Jugendlichen ist es uns gelungen, wieder reguläre Lebensbedingungen herstellen zu können. Das ist für mich ganz klar als Erfolg zu werten."

Momentan leben acht Jugendliche in den Wohnungen. Unter den 22 Bedürftigen, die seit Oktober 2006 in den Wohnungen gelebt haben, sind nur zwei Mädchen zu finden. In der Regel sind Burschen häufiger von Obdachlosigkeit betroffen als ihre weiblichen Alterskollegen, da Mädchen in diesem Alter häufig einen Freund haben, bei denen sie leben können. Die jungen Männer hingegen zieht es nach einigen Nächtigungen bei Freunden schnell nach Wien.

2getthere stellt den Jugendlichen bestimmte Bedingungen, um das Angebot nutzen zu dürfen: „Die Jungen müssen entweder arbeiten gehen oder eine Ausbildung absolvieren", erläutert Kroiss. Auch ein monatlicher Beitrag zur Miete sei, sofern es die finanzielle Lage erlaubt, von Wichtigkeit. Der Jugendpfarrer stellt allerdings fest, dass „die Jugendlichen sich dabei auch etwas zusammen sparen sollen".

Das Projekt „Betreutes Wohnen" verschlingt derzeit 31 800 Euro im Jahr, die zur Hälfte von privaten Gönnern aufgebracht werden. Für etwa 14 000 Euro muss 2getthere Burgenland selbst aufkommen. „Durch unsere vielzähligen Aktivitäten, beispielsweise das Benefizkabarett im November letzten Jahres, gelingt es uns, großzügige Spenden zu sammeln. Dennoch werden immer wieder Sponsoren benötigt, die den Fortbestand der Aktion sichern", erklärt der 2getthere-Obmann.

Einer dieser Geldgeber ist der Rotary-Club in Eisenstadt, der „Betreutes Wohnen" seit Projektbeginn im Herbst 2006 finanziell unterstützt. Präsident DI Manfred Voelker erklärt die Hintergründe der Spenden: „Rotary ist eine Vereinigung von Personen aus dem Berufs- und Geschäftsleben, die sich dem humanitären Dienst widmet. Unser Ziel ist die Hilfsbereitschaft im täglichen Leben, aus diesem Grund ist es naheliegend, dass wir diese Aktion unterstützen." Der Club ist laut Jugenpfarrer Kroiss vor allem in der Startphase des Projektes von enormer Bedeutung gewesen und habe so die heutigen Erfolge möglich gemacht. Auch 2008 nimmt sich Rotary den bedürftigen Jugendlichen an und finanziert zwei Jugendlichen die Wohnungskosten für fünf Monate.




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